Zum Thema Skateboard
Skaten - eine Ausdrucksform der Jugendlichen
Skater und Inliner bevölkern heute mehr denn je öffentliche Plätze, verkehrsberuhigte Straßen, Einkaufszentren und Schulhöfe. Sie sind aus dem städtischen Bild nicht mehr wegzudenken.
Häufig kommt es daher zu Gefahrensituationen mit Fußgängern und Fahrradfahrern. Ältere Bürger fühlen sich belästigt oder gar gefährdet und haben oft kein Verständnis für diese Art der Nutzung des öffentlichen Raums. Verbote gegen Skater und Inliner sind daher bereits in vielen Städten an der Tagesordnung.
Jugendliche wollen allerdings „gesehen werden“ und vor allen Dingen in ihrem Freundeskreis Anerkennung ernten. Sie benötigen einen Freiraum den sie sich aneignen können. Keinesfalls wollen Sie die heile Welt der Erwachsenen. Sie sehen den Ort, an dem sie sich ausleben, ihren Sport treiben und Freunde treffen, mit ganz anderen Augen. Hier sind seitens der Erwachsenen weniger Verbote sondern mehr Toleranz gefragt.
Sicherheit muß sein!
Das Fahren mit Skateboards und Inlinern ist ein temporeicher Sport, der mit nicht zu unterschätzenden Gefahren verbunden ist. Diese Gefahren gilt es weitgehend auszuschalten und nur auf die sportspezifischen herabzusetzen. Dafür sind entsprechende Einrichtungen notwendig, die dieser Sportart gerecht werden. Die sicherheitstechnischen Aspekte zum Thema Skateboard werden in der DIN EN 14912 Ausgabe 2006 geregelt.
Die richtige Skateanlage
Die Probleme bei der Errichtung einer Skateanlage sind hinlänglich bekannt. Proteste von Anliegern haben so manches Bauvorhaben „aus der Bahngeworfen“. Skateboardeinrichtungen gelten als Sportanlagen und sind dementsprechend bau- und planungsrechtlich zu behandeln. Je nach Bundesland und dessen Bauordnung ist eine Baugenehmigung mit Lärmgutachten erforderlich.
Oft wird der Fehler gemacht, eine als Spielplatzfläche ausgewiesene Parzelle zum Skateboardplatz zu ernennen. Das geht in den meisten Fällen schief, spätestens dann, wenn Anlieger Protest einlegen. Wichtig ist, dass Skateeinrichtungen für die Benutzer gut erreichbar sein müssen – ein abgeschiedener Platz außerhalb der Stadtgrenzen ist deshalb abzulehnen. Lange Anfahrtswege und Anlagen, die die Jugendlichen und deren Sport nicht in das ihnen gebührende Licht rücken, finden daher wenig Zustimmung und werden nicht entsprechend genutzt.
Fun für jedermann
Öffentliche Skate-Einrichtung sollen die „breite Masse“ erfassen. Die Skateelemente und Ramps sollten Newcomer genau so ansprechen wie die Cracks der Branche. Zu hohe Schwierigkeitsgrade führen dazu, dass der Platz für Fahrer mit gemäßigtem Können nur eingeschränkt nutzbar ist. Bei vielen Entscheidungen versuchen die leistungssportlich orientierten, älteren Fahrer, der Platzausstattung ihren Stempel aufzudrücken. Das sollte vermieden werden, um auch jungen Nutzern und Anfängern die Einrichtung nicht zu versperren. Spezialisten bietet ja der Indoorbereich ein breites, ihrem Können entsprechendes Betätigungsfeld.
Die Wunschausstattung
Hinsichtlich der Ausstattung sollte jedoch nicht nur die abwechslungsreiche Ausstattung des Skateparks Beachtung finden. Ausreichende und den Bedürfnissen der Jugendlichen angepasste Sitzgelegenheiten mit ebenso ausreichend installierten Abfallbehältern sind wesentlicher Bestandteil eines Skateplatzes. Wo Jugendliche auftauchen und verweilen entsteht Müll – das klingt wie ein Vorwurf, aber es ist nun mal so. Wir sollten es daher akzeptieren und entsprechend berücksichtigen.
Am Ende der Wunschausstattung steht noch der Jugendtreff – eine Art Unterstand, der in den wenigsten Fällen als Regenschutz gewertet wird. Vielmehr ist er Kommunikationstreffpunkt der Jugendlichen. Sie verbinden mit Ihrem Sport nicht nur die sportliche Betätigung sondern auch das Treffen von Gleichgesinnten, das Abhängen und Reden.
